Stell dir vor, du erkrankst durch einen Insektenstich an einem Virus und stirbst. Stirbst an einer im Grunde harmlosen Infektion, da schon längst Medikamente entwickelt worden sind, die diese Infektion zu einem sehr geringen Risikofaktor für dich werden lassen. Du stirbst, weil du diese lebensrettenden Medikamente nicht bezahlen kannst, wenig über die Gefahren und über die Infektion weißt und dir selbst die grundlegendsten Präventionsmittel fehlen, um wenigstens die Gefahr einer Infizierung zu verhindern.
Unvorstellbar, oder?
Doch für viele Menschen in Afrika und somit auch in Angola ist dies tagein tagaus die grausame Realität, ständig bedroht von Malaria. Diese Krankheit fordert jeden Tag unzählige Opfer und raubt den Kindern und Menschen die Chance auf ihr Leben und langsam dem Land die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Mein Projektvorschlag macht sich die Eindämmung von Malaria zum Thema, mein Vorschlag ist ein Projekt ähnlich des Prinzips "Weihnachten im Schuhkarton", es heißt "Kleiner Helfer" und grundsätzlich besteht es aus verschiedenen Utensilien für den Alltag, um die Ansteckungsgefahr von Malaria (Bettnetze, 0,60 USD, aber sehr effektiv) zu senken, ergänzt wird es durch medikamentöse Behandlung der bereits Erkrankten.
Ebenfalls sind weitere Bestandteile enthalten, um auch andere Bereiche der Gesundheitslage zu verbessern (frische Spritzen für sterile Impfungen, Umhängefilter für sauberes Trinkwasser, Rehydrationssalz für Mineralstoffausgleich etc.).
Idee von Anika und René:
Oft kann mit einfachen Mitteln und Basiswissen viel erreicht werden.
Unsere Idee umfasst eine an die Grundschule angeschlossene weiterführende Bildung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen in Angola. Ziel ist es, ihnen das Grundwissen zu vermitteln, das ihnen vor allem im Bereich Agrar und Handwerk die Möglichkeit gibt, sich und ihre späteren Familien selbst zu versorgen. Des Weiteren sollen die Kinder das in der Grundschule erworbene Wissen erweitern und weitergeben. Dabei soll auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort Rücksicht genommen werden.
Die Kinder und Jugendlichen könnten lernen, wie man mit einfachen Mitteln Wasser kocht und „trinkbar“ macht (durch den Bau von Solar-Kochern), den Ertrag der eigenen Anbauflächen erhöht oder erhält.
Dazu soll ein Learning-Center vor Ort errichtet werden. Langfristig könnte dieses durch Kooperationen mit deutschen Industrie- und Handelskammern oder Unternehmen gefördert und ausgebaut werden. Es soll den Kindern nicht nur die Chance zur Bildung geben, sondern ihnen zusätzlich die Möglichkeit geben, sich sozial zu vernetzen.
Idee von Ruppert, Simon und Katharina:
„Gesundheit macht mobil in Angola“
Mobile Telefondienste und bezahlbarer Internet-Zugang sind auch in Angola Schlüsselfaktoren für wirtschaftliches Wachstum und soziale Veränderungsprozesse. Neben den klassischen Anwendungen im Mobilfunk gibt es eine Vielzahl von Applikationen, die sich speziell an den Bedürfnissen der Zielgruppen in Entwicklungsländern orientieren.
Unser Ideenansatz ist es, dass Handys zu bedeutenden Schnittstellen werden können, um Zugang zu Informationen, Gesundheitsvorsorge oder gesellschaftlicher Partizipation zu ermöglichen.
Anwendungen aus dem Bereich „mobile health“ könnten ein wertvolles Werkzeug sein, um die Gesundheitsversorgung der angolanischen Bevölkerung zu verbessern und Hilfsprojekte vor Ort zu unterstützen. Konkrete Projektideen:
ein SMS-gestütztes Informationssystem (Verbreitung der Aktivitäten der „health committees“)
Ausstattung der Hebammen mit Mobilfunkgeräten und Prepaid-Karten
Einrichtung eines interaktiven Audio-Blogs (Informationsvermittlung ohne Zugangsbarrieren für Analphabeten)
Etablierung eines „Jugendtelefons“ nach Vorbild deutscher „Sorgen-Hotlines“
Entwicklung einer entsprechenden Homepage im Rahmen eines (Berufs-) Schulprojektes
Da die Sektoren Bildung und Gesundheit eng miteinander verknüpft sind, könnte innerhalb eines Pilot-Projekts eine Gesundheitsstation mit einer räumlich nahen Schule kooperieren.
Idee von Charlotte und Josephine:
„Five for One“ Jedes 4. Kind in Angola erlebt seinen 5. Geburtstag nicht. Über 30% sterben an Durchfall, über 25% sterben an Lungenentzündung, über 10% sterben an Malaria und das nur, weil die einfachsten Mittel fehlen. Mit über 55.000 Euro wollen wir helfen. "Five for One" bedeutet: 5 Projekte für ein Land. Fünf Finger hat die Hand, die anpacken und helfen soll, um die Lebenserwartung für ein Kind zu erhöhen.
Mit vier Projekten wollen wir weitere Spendengelder sammeln, mit dem letzten Projekt den Menschen in Angola direkt helfen.
Wir wollen Gesundheitsbeauftragte ausbilden, um dann ein Netzwerk in Angola zu erstellen, sodass möglichst viele Dörfer besucht werden können. Die Gesundheitsbeauftragten sollen die Menschen aufklären, ihnen also dabei helfen, für sich und ihre Kinder bessere hygienische Umstände zu schaffen. Außerdem sollen die Menschen mit Dingen wie Desinfektionsmitteln, Decken, Moskitonetzen undNahrungsergänzungsmitteln/Immunstärkungspräparaten ausgerüstet werden.
Durch die Unterdrückung eines Problems wird es nicht gelöst – so würde der Kauf von Mitteln wie zum Beispiel Medikamenten die „Symptome“ zwar vorübergehend lindern, das Problem bliebe jedoch bestehen. Denn nur durch „Hilfe zur Selbsthilfe“ kann sichergestellt werden, dass den Kindern in Angola nachhaltig geholfen wird.
Idee von Isabella:
„Ponte f, die Brücke in die Zukunft“
Meine Idee hat den Namen "ponte f"- portugiesisch für „Brücke f". Das "f" steht dabei für
futuro (future), fast und forward. Das Projekt will also als Brücke für die betroffenen Kinder und
Menschen in die Zukunft gesehen werden. Den Kern der Idee bildet ein Trainingsprogramm
zur Krankenschwester/ zum Krankenpfleger für Mädchen und Jungen ab ungefähr 16 Jahren (je
nach Reife der Jugendlichen).
Die ausgebildeten Krankenschwestern und Pfleger könnten vor allem
einfache gesundheitliche Aufklärung über Hygiene und Schutz vor bestimmten Krankheiten, sowie
grundlegende medizinische Versorgung leisten. Ponte f ist auch in Angola nicht das erste Hilfsprojekt und sollte daher von Anfang an versuchen,
mit starken Partnern aus Deutschland (z.B. der GTZ oder dem Goethe-Institut usw.) und vor Ort
(andere Hilfsorganisationen) zusammenarbeiten. So können sich die verschiedenen Projekte
ergänzen und unterstützen und sind insgesamt effizienter für das Land.
Wem hilft die Idee:
Teenagern, die Ausbildung erhalten
Kindern und Erwachsenen, die dadurch bessere med. Versorgung erhalten
durch Homepage, Entwicklungsmöglichkeiten, Spendenkonzept und Möglichkeit der
Ausweitung des Projekts- der ganzen Region
Welche Ziele werden erreicht:
mehr Kindern in Angola helfen
mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlickeit (durch Homepage, Corporate Identity, prominente
Schirmherren)
mehr Stimmen weltweit
mehr Geld
Idee von Sebastian und Cindy:
„Wasser aus der Luft“
Je nach Region haben zwischen 30 bis 70% der Angolaner keinen Zugang zu frischem, sauberem Trinkwasser. Wasser bedeutet Leben und ist das wichtige Lebensmittel des Menschen, aber es kann zugleich Hort für eine Vielzahl von Krankheiten sein. Das Trinken von verschmutztem Wasser ist lebensbedrohend und zieht meistens Salmonellen, Ruhr, Typhus oder die Cholera nach sich. 90 % aller Durchfallerkrankungen ist auf verschmutztes Trinkwasser zurückzuführen und ist die häufigste Todesursache bei Kleinkindern.
Unsere Idee besteht aus zwei Maßnahmen: Maßnahme 1: In erster Linie besteht die Idee darin „aus Luft Wasser herzustellen.“ Mit einem Nebelkollektor werden Wassertröpfchen in einem rechteckiges Nylon-Fasernetz mit engmaschigen Rauten aufgefangen. Die sich bildenden Wassertropfen gleiten, bedingt durch die Schwerkraft nach unten, in eine Wasserrinne und werden in einem Behälter aufgefangen.
Dieses System kann auch in Wüstengegenden oder in Regionen mit niedrigem Regenfall installiert werden. Einzige Bedingung zum Funktionieren des Nebelkollektors ist die Entstehung von Nebel oder hohe Temperaturunterschiede --> Kondensation von Wasser. Im Idealfall kann ein Netz von 30 Quadratmetern 150-300 Liter Wasser am Tag aus der Luftfeuchte extrahieren, d.h., dass mit einem Netz täglich 70 bis 150 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden könnten! Maßnahme 2: Die andere Stufe beinhaltet eine „Wasserschule“, in der Kinder, aber auch Erwachsene über die Bedeutung von Wasser aufgeklärt werden. Das Ausbildungskonzept beinhaltet u.a. den Unterricht zum Wasserkreislauf, die Nutzung von Regenwasser, Methoden der Wasseraufbereitung bzw. –desinfizierung (z.B. SODIS (Solar Water Disinfection)-Methode), Möglichkeiten der Wassergewinnung, Aufklärung über verschmutztes Wasser und
daraus resultierende Krankheiten. Neben dem Unterricht sollen Plakate und Informationsflyer in Dörfern aufgehängt respektive verteilt werden.
Das Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe.
Zielgruppe:
Kinder
Erwachsene / Dorfgemeinschaft
Mittel- bis langfristige Ziele:
Verbesserung der medizinischen Situation
Nebelkollektoren + Wasserschule als innovative Aufhänger einer Fundraising-
Kampagne -> Folge: Hohe Aufmerksamkeit in den Medien und der Öffentlichkeit,
höheres respektive zielgerichtetes Spendenaufkommen (für Save the Children) sowie
mediales und öffentliches Interesse an Reckitt Benckiser als Förderer innovativer
Selbsthilfe-Techniken
Wirtschaftliche Entwicklung
Hilfe zur Selbsthilfe
Idee von Stefan und Mario:
„build your future - kooperativer Aufbau einer Mittelschule in Selbstbauweise“
Aus Erfahrung hat sich gezeigt, dass Bildung eine wesentliche Schlüsselposition zur Lösung gegenwärtiger Problemstellungen in Entwicklungsländern darstellt. Diesen Ansatzpunkt möchten wir mit unserer Idee aufgreifen und schlagen für Angola den kooperativen Aufbau einer Mittelschule in Selbstbauweise vor. Ziel des Projektes ist es, soweit wie möglich auf bestehende Ressourcen vor Ort zurückzugreifen. Durch den kontinuierlichen Wissenstransfer zwischen Studenten und Einheimischen wird nachhaltig Hilfe zur Selbsthilfe möglich.
Konkrete Projektideen:
Phasenweiser Aufbau einer Mittelschule in Selbstbauweise
1. Konzeptionsphase: Erstellung und Diskussion von studentischen Entwürfen für das Schulgebäude im Rahmen der Lehre des Fachbereichs Architektur der Universität Siegen. Kriterien: Verwendung ortsüblicher Materialien, Eignung zur Selbstbauweise, Umsetzbarkeit. 2. Realisierungsphase: Bau der Schule vor Ort in Angola in Kooperation zwischen Siegener Studenten und den zukünftigen Schülern der Schule. 3. Betriebsphase: kontinuierlicher Wissenstransfer durch die Einbindung angehender Pädagogen der Universität Siegen in den Unterricht vor Ort.
Projektziele:
Senkung der hohen Schulabbruchsquote nach der Grundschule (derzeit 65 %)
Ermöglichung einer qualitativ hochwertigen weiterführenden Lehre, die als Basis der Lösung gegenwärtiger Probleme dient, u.a. der Eindämmung von HIV und AIDS
Unterstützung wird unser Projekt vom Zentrum für Entwicklungsländerforschung und Wissenstransfer der Universität Siegen. Wir können dabei auf Erfahrungen abgeschlossener und laufender Projekte in Entwicklungsländern zurückgreifen.
Idee von Hannah, Ronja und Lisa:
„Save the Children Girls' School“
Vielleicht macht der Titel unseres Projekts zunächst ein wenig stutzig, da er sich deutlich nur auf Mädchen bezieht und nicht auf die Kinder Angolas, wie es das Wettbewerbsziel ist. Doch gibt es überzeugende Gründe, weshalb wir uns so entschieden haben:
Obwohl Frauen und Mädchen in Angola rechtlich gesehen gleichgestellt sind, haben sie es im Alltag deutlich schwerer: So sind es z.B. noch die geringsten Probleme, dass sie schlechter für ihre Arbeit entlohnt und vor Gericht oft gegenüber Männern benachteiligt werden: Noch immer gibt es trotz der dies verbietenden Gesetze viele der Tradition folgende Fälle von
Kinder- und Zwangsverheiratung, und viele Frauen und auch immer jüngere Mädchen werden durch die aktuelle wirtschaftliche Situation zur Prostitution gezwungen.
Diese Lage der angolanischen Mädchen hat uns dazu gebracht, ihnen unser Projekt zu widmen, dessen Ziel es ist, diese Kinder vor jeder Form der Zwangsverheiratung oder Prostitution zu bewahren und sie in ihrer Entwicklung zu persönlich gefestigten Frauen zu unterstützen, die ihrerseits den jungen Mädchen ein Vorbild an Willenskraft und Stärke sein können.
Verwirklicht werden soll dieses nicht einfache Vorhaben durch eine Mädchenschule in Huambo. Diese soll eine Lebensgemeinschaft für Mädchen jeden Alters darstellen, in der sie – unterstützt durch erwachsene Erzieherinnen – heranwachsen können, ohne mit Problemen wie Unterernährung, mangelnder Bildung, geringer Wertschätzung oder Missbrauch in Berührung zu kommen. Dies ist unserer Meinung nach unbedingt nötig, um das Selbstbewusstsein der dort lebenden Mädchen aufzubauen damit sie Frauen werden können, die die Frauenbewegung in Angola aufbauen und Frauen zu mehr Rechten und besseren Lebensbedingungen verhelfen können, was die langfristigen Erfolge des Projektes darstellen würde. Da die Mädchen auch dort unterrichtet werden, besteht darüber hinaus ebenfalls keine Gefahr, dass sie in schulischer Hinsicht ständig im Schatten ihrer männlichen Mitschüler stehen und nicht genügend Beachtung erhalten.
Um das Leben in der Mädchenschule genauer zu beschreiben, so stellen wir uns eine Gemeinschaft von etwa 80 Mädchen gemischten Alters mit den dazugehörenden Betreuerinnen, die gleichzeitig deren Lehrerinnen sind, vor.
Es ist besonders wichtig, dass jeder etwas zum gemeinsamen Leben beiträgt, denn nur so können die Schülerinnen lernen, Verantwortung zu übernehmen und an ihren Aufgaben zu wachsen. So sollen selbstverständlich die anfallenden Arbeiten von allen gemeinsam bewältigt werden. Darüber hinaus ist es entscheidend, dass die älteren Mädchen mitverantwortlich für die Erziehung der jüngeren sind, da so nicht allzu viele Erzieherinnen für das Projekt benötigt werden und die Schülerinnen lernen, mit Gewissenhaftigkeit zu arbeiten.
Prinzipiell soll die Schule Mädchen jeden Alters aufnehmen, die dort Hilfe suchen, und bis zur Volljährigkeit im Alter von 18 Jahren betreuen. Dies werden zumeist Kinder zwischen 10 und 16 Jahren sein, da das neue Zuhause ja insbesondere auch als Zuflucht vor Zwangsverheiratung und –prostitution dienen soll. Wichtig ist, dass jedes der Mädchen, wenn es schließlich nach Beendigung seiner Ausbildung die Gemeinschaft verlässt, Schulzeugnisse und Bestätigungen für seine Berufserfahrungen, vorweisen kann, damit die jeweiligen Zukunftsperspektiven so gesichert sind.
Da nur 6 % der angolanischen Schüler die sechste Klasse beenden (und das bei eigentlich 8 Jahren Schulpflicht) denken wir, dass die Mädchen so gute Chancen hätten, ihre Zukunft zu bewältigen.
Idee von Guillaume und Andrea:
„Hilfe zur Selbsthilfe“
Da die meisten Hilfsprojekte, die bis heute von den Wirtschaftsmächten oder privaten Hilfsprojekten ins Leben gerufen wurden, gescheitert sind und häufig die Situation nur noch verschlimmert haben, haben wir ein Konzept erstellt, welches auf dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ beruht.
Mit den Fördergeldern der Aktion „Do Something Big“ möchten wir den Stein ins Rollen bringen und ein Dorf in Angola und dessen Einwohner unabhängig machen von der Außenwelt.
Diese Idee beinhaltet unter anderem schulische Bildung, welche kurzfristig extern geregelt wird und langfristig intern übernommen werden soll. Dies soll sicherstellen, dass das Test-Dorf von seinen Bewohnern unabhängig und selbstständig geführt werden kann. Dies beinhaltet langfristig betrachtet auch die Sicherstellung von medizinischer Versorgung durch ausgebildete Einheimische, sowie ein Grundverständnis von Agrarwissenschaften und Wirtschaft um das Dorf nicht nur mit Lebensmitteln zu versorgen, sondern auch überschüssiges Erwirtschaftetes an andere Dörfer zu verkaufen. Ein Verständnis für Wirtschaft ist hierfür relevant, um Gewinne zu erwirtschaften und diese wiederum zu investieren.
Das Konzept bindet alle Einwohner des Dorfes ein und fördert vor allem die Kinder, da diese eine vernünftige Ausbildung erhalten und durch die Einbindung ihrer Eltern während ihrer Kindheit finanziell abgesichert sind.
Unser Konzept deckt somit verschiedene Felder ab und soll vor allem langfristige Erfolge verzeichnen, auch nachdem die Gelder für dieses Projekt ausgeschöpft sind.
Idee von Kathrin und Nicole:
„SIGN 4 LIFE – Die WM der Solidarität“
Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist in Angola die zweithöchste der Welt. Hunderte Kinder sterben dort täglich an eigentlich leicht heilbaren Krankheiten wie Durchfallerkrankungen oder Atemwegsentzündungen. Doch ohne Essen und sauberes Trinkwasser ist keine Heilung möglich. Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist von ausländischen Nahrungsmittelhilfen abhängig, die nicht für jedes Kind rechtzeitig ankommen. 70% der Bevölkerung hat keinen Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung und 60 % kein sauberes Trinkwasser. Dabei ist Angola als das Land mit den größten Ölvorkommen in Afrika eigentlich ein reiches Land. Der Handel mit Öl sorgt für 80% der Staatseinnahmen. Doch leider profitieren nur 2% der Bevölkerung direkt oder indirekt vom Öl. Der Rest der Bevölkerung leidet dagegen unter den Folgen der Ölförderung, wie etwa steigenden Preisen für Miete und Nahrung..
Unser Lösungsansatz:
Wir sind überzeugt davon, dass Hilfe in einem vernachlässigten Staat wie Angola nur dann nachhaltig sein kann, wenn man nicht nur kurzfristig die Symptome bekämpft, sondern die Probleme des Landes an der Wurzel packt. Im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 wollen wir deshalb eine Informations- und Aufklärungskampagne zu Hintergründen für die vorherrschende Armut und Ungerechtigkeit in Angola starten. Da es in Angola innerhalb der letzten Jahre immer wieder zu willkürlichen Verhaftungen von Menschenrechtlern und Journalisten gekommen ist, wollen wir das relativ sichere Umfeld nutzen, um globale mediale und öffentliche Aufmerksamkeit auf die gravierenden Probleme in Angola – allen voran der hohen Kindersterblichkeit und -armut – zu richten.
Unter dem Motto: „Ins Guinessbuch der Rekorde – mit der „Weltmeisterschaft der Solidarität“ soll die größte Online-Portrait-Galerie der Welt (mind. 200.000 Bilder) entstehen. Anstelle von Geld können uns die Menschen ihr „Porträt“ spenden und dadurch unser Projekt „SMILE 4 LIFE“ unterstützen. Mit auffälligen Guerilla-PR-Aktionen und einem Save the Children Informationsstand werden wir auf die Hintergründe und Folgen von Kinderarmut in Angola aufmerksam machen sowie zur Mithilfe aufrufen. Die „Spender“ bekommen eine Visitenkarte mit dem Link zur „SMILE 4 LIFE“-Website, wo sie ihr Photo herunterladen und eine freiwillige Geldspende an Save the Children geben können. In der Facebook-Galerie können sie sich auf ihr Bild verlinken lassen und „Fan“ von SMILE 4 LIFE/SIGN 4 LIFE werden. Zudem haben Sie die Möglichkeit als Save the children-„Schutzengel“ direkt eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen.
Als Höhepunkt der Aktion werden wir zum Finale der WM mit einer riesigen Bilderwand vor dem Stadion/und oder Regierungsgebäuden in Johannesburg „Gesicht zeigen“ gegen Armut, was uns großes mediales und öffentliches Interesse sichern wird.
Durch die SMILE 4 LIFE Seite sowie die Facebook Community wird auch nach der WM ein dynamisches und anhand der Bilder sehr persönliches globales Hilfs-Netwerk weiterbestehen, das großes Veränderungspotential in sich trägt und in Notfällen sofort mobilisiert werden kann (z. B. bei Menschenrechtsverstößen in Form von Boykotten, Demonstrationen etc.).
Was sind unsere Ziele?
anstelle kurzfristiger und einmaliger Spenden langfristige Anteilnahme und Hilfe fördern, etwa durch die Übernahme von Save the Children Patenschaften
neben grundlegenden Problemen vor allem Perspektiven aufzeigen und Hoffnung machen
aktuelle Ereignisse wie die WM 2010 nutzen, um Emotionalität, Solidarität und ein globales Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern
Transparenz und Dialog: Spenden werden grundsätzlich nur über Save the Children als vertrauenswürdige und anerkannte NGO angenommen. Durch regelmäßige Berichterstattung, Newsletter und Social-Media-Kommunikation erfahren die Spender, was mit ihrem Geld passiert und was bisher erreicht wurde.
Idee von Tobias und Jakob:
„Party For Angola!“
Unser Ziele für Angola sind:
Aufmerksamkeit für Angola zu gewinnen, finanzielle Mittel zu organisieren und mit diesen gezielt und direkt Bildung im Land zu fördern.
Idee: Party for Angola! Partei ergreifen und Parties organisieren für die Menschen in Deutschland mit Erlös für die Menschen in Angola.
Die Idee wird mit mehreren Studentengruppen von Deutschland aus umgesetzt. Durch einen Verein wird dem Projekt einen institutionellen Rahmen gegeben, der durch eine zentrale, deutschlandweite Website mitgetragen wird.
Warum Bildung?
Durch Bildung wird den Kindern eine Chance gegeben später auf eigenen Beinen zu stehen. Sie haben die Möglichkeit zu unabhängigen Erwachsenen zu werden, die nicht auf die Hilfe ausländischer Organisationen angewiesen sind!
Gebildete Menschen haben ein höheres Umweltbewusstsein und achten stärker auf ihre Umwelt. Das ist entscheidend, denn unsere Erde ist unser Zuhause.
In diesem Projekt gibt es zwei Zielgruppen Erste Zielgruppe: Menschen und Bildungseinrichtungen in Angola Dort gilt es Bildung zu etablieren, zu fördern und nachhaltig zu sichern, um den Menschen in dieser Region die Chance auf Selbstständigkeit zu geben.
Zweite Zielgruppe: Junge Menschen in Deutschland und Europa Menschen, die durch Studium und Ausbildung später in Entscheidungspositionen sein werden und die unsere globale Zukunft mit gestalten werden. Bei dieser Zielgruppe wird versucht, das Problembewusstsein für Angola zu erhöhen, Aktivität bei dieser Zielgruppe zu fördern und finanzielle Mittel aufzutreiben. Grundidee der Feste:
Große Party von einem Party For Angola (PfA) - Team organisiert (z.B. an Hochschule), die Einnahmen werden zur Kostendeckung verwendet. Der Überschuss geht auf das PfA-Konto bei der GLS Bank in Deutschland, um nachhaltiges Wirtschaften auch in Deutschland zu unterstützen. Verwendung:
Wir wollen zu Beginn mit den Escolas dos Professores do Futuro zusammenarbeiten, um Kontakte zu den Bildungseinrichtungen im Land zu erhalten. Die Escolas dos Professores do Futuro sind sind Lehrerausbildungsstätten in denen Lehrer für den Einsatz in ländlichen Gebieten ausgebildet werden.
Ziel ist es, direkt zu fördern!
Basierend auf der Aussage von Vertretern der entsprechenden Institutionen, werden gezielt Lehrmittel eingekauft und geliefert. Gründe:
Die Menschen vor Ort wissen am besten was sie brauchen!
Als Absicherung, dass die finanziellen Mittel direkt in benötigte Güter umgewandelt werden und somit Korruption vermieden wird
Unterstützung lokaler Ökonomie
Kurze Transportwege
2. Es können Ideen von Interessierten (od. Institutionen vor Ort) bei der Party for Angola - Zentrale eingereicht werden, die ausgewählt und dann gezielt unterstützt werden. Dabei gelten die gleichen Kriterien wie unter Punkt 1. Die beste und nachhaltigste Idee wird gefördert. Bekanntmachung:
Angola: Die Bekanntmachung des Projekts vor Ort erfolgt zum Beispiel über: Escolas des Professores do Futuro, das Bildungsministerium Angolas und direkte Kontaktaufnahme.
Deutschland: Web 2.0 Kampagnen: (Youtube, Facebook, MySpace account um Campaignsong zu veröffentlichen) Organisation:
Um dem Projekt einen institutionellen Rahmen zu geben, wird der Verein „Party For Angola e.V." gegründet. Dies geschieht um von Personen unabhängig zu machen, Rechtsfähigkeit zu erlangen und um die Haftung einzuschränken. Nötige Verwaltungsarbeit wird anfänglich von uns und im größeren Ausmaß von ehrenamtlich Engagierten bewältigt. Ziel ist es, die Organisation so zu strukturieren, dass sie sich durch den Gewinn selbst trägt. Webauftritt: Zentrales Element der Kampagne stellt ein Webauftritt dar. Er erleichtert den Einstieg für andere Studentengruppen in die Aktion und dient als Koordinationsinstrument.
Astrid, Solveig und Matthias:
„Radio Education in Angola“
Was können wir aktiv für eine Verbesserung der gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Probleme in Angola tun?
Unser Lösungsansatz besteht aus zwei Säulen:
Langfristiges Ziel: Sammeln weiterer Spendengelder
Es steht außer Frage, dass die bisher verfügbaren Spendengelder nicht ausreichen, die Nöte der Menschen in ganz Angola zu beseitigen.
Deshalb möchten wir einen Teil des Geldes für die weitere Bereitstellung von Spendengeldern zur Beseitigung der Minen aufwenden.
Gezielt möchten wir in Deutschland effektiv Informationsarbeit und Aufklärungsarbeit mithilfe von Onlineportalen und Kommunikationsplattformen leisten.
Kurzfristiges Ziel: Aufbau des AEI-Radiosenders
Der Großteil der ca. 55.000 Euro soll für ein konkretes Hilfsprojekt vor Ort genutzt werden. Wir möchten diese Summe in den Aufbau unseres Aufklärungs-, Entwicklungs- und Informationsradiosenders investieren. Mit dem Medium Radio hat man die Möglichkeit, einfach und kosteneffizient viele Menschen zu erreichen.
Konkrete Projektplanung
Der Bevölkerung in Angola müssen Radios zur Verfügung gestellt werden. Diese möchten wir in Deutschland sammeln, da in fast jedem Haushalt alte Radios vorhanden sind. Weiterhin müssen Radios mit Batterien bestückt und nach Angola transportiert werden.
In Angola soll eine „Radiostation“ eingerichtet werden. Hierzu würde anfangs eine einfachere Technik genügen.
Eine enge Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung ist hierbei von großer Bedeutung.
Sendeinhalt und Ziele des Radiosenders
Ziel: „Hilfe zur Selbsthilfe“
medizinische Aufklärung
Vermittlung von Hygienemaßnahmen
Vermittlung von landwirtschaftlichem Wissen
Bildungssendung für Kinder als Ergänzung zum Schulunterricht
Durch die „Radio Education“ kann schnell grundlegendes Wissen für den Alltag vermittelt werden. Einfache Hinweise wie das Abkochen von Wasser zur Abtötung von Krankheitserregern können viele Leben retten.
Wanja und Kinga:
„Lokale und mobile Hilfe“
Kinder sind schutzbedürftig und brauchen jede Art von Hilfe, die sie bekommen können. Konkret legen wir deshalb die Schwerpunkte auf die medizinische Versorgung, den Zugang zu Bildungsstätten, sowie ausreichend Nahrung für eine ausgewogene Ernährung. Ohne die Abdeckung dieser Grundrechte und Grundbedürfnisse ist ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben kaum möglich.
Mit dem zur Verfügung gestellten Geld soll eine Hilfseinrichtung, in der Kinder medizinische Betreuung und Bildung durch einheimische und ausländische Fachkräfte erhalten, finanziert werden. Ergänzt wird diese Einrichtung durch eine mobile Hilfsstation, die weniger dicht besiedelte Gebiete ansteuert, um auch dort den Kindern in ähnlichem Umfang zu helfen. Unsere primäre Zielgruppe sind Schulkinder in Deutschland, die im gleichen Alter wie die Kinder in Angola sind. Über sie wollen wir die sekundäre Zielgruppe, die Eltern, erreichen. Unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ werden bundesweit Aufforderungen an Grundschulen geschickt, an einem Malwettbewerb teilzunehmen, verbunden mit Informationen über Angola und DoSomethingBig. Die Grundschüler sollen Bilder malen, wie sich ein Leben in Angola vorstellen oder aber wie sie den Kindern in Angola helfen würden.
Laura und Katharina:
„Menschenrecht Wasser“
Zwei Drittel der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Betroffen sind vor allem die Menschen auf dem Land und die Bewohner der Slums. Während in Deutschland fließendes Wasser selbstverständlich ist, müssen die Frauen in Angola zu kommunalen Wassertanks laufen und das Wasser eimerweise kaufen und mühsam nach Hause schleppen. Das Wasser ist teuer, jedoch trotzdem nicht sicher. Vermeidbare Krankheiten, die durch die Übertragung von Bakterien und Viren in verschmutztem Wasser hervorgerufen werden, sind die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. An dieser Stelle wollen wir eingreifen.
Jeder Mensch sollte ein Recht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, und das möglichst kostenlos. Es gibt simple und kostengünstige Methoden der Wasseraufbereitung. Das sind z. B. die Desinfizierung des Wassers mittels der UV-Strahlung der Sonne oder die Chlorierung.
Besteht in abgelegeneren Dörfern nicht die Möglichkeit Wasser zu kaufen, muss das Wasser an natürlichen Wasserstellen gesammelt werden. Diese Wasserstellen werden oft auch von Tieren genutzt, die das Wasser durch Exkremente und Urin verschmutzen. Zäune sollen die Tiere davon fernhalten. Nutzen die Tiere z. B. das Wasser an einer tiefer gelegenen Stelle eines Baches oder Flusses, ist die eingezäunte Wasserstelle für die Menschen davon nicht betroffen.
Es sollen Teams nach Angola geschickt werden, die die Bevölkerung aufklären und gleichzeitig Einheimische schulen, die die weitere Aufklärung später übernehmen können. Die Menschen müssen lernen, wie wichtig es u. a. ist sich regelmäßig die Hände zu waschen und, dass das Wasser keimfrei sein sollte, um Krankheiten wie Durchfall zu vermeiden, auch wenn die Reinigung mühsam sein mag. Außerdem sollen die Methoden zur Aufbereitung erklärt werden und darauf hinwiesen werden, was zu beachten ist, um eine Rekontamination zu verhindern. So dürfen die Chlorflaschen beispielsweise nicht geschüttelt werden, da die Lösung sonst ihre Wirkung verliert.
Die Schulung der Einheimischen ist von Bedeutung, da dadurch die Bevölkerung dem Projekt offener gegenüber steht und die Kommunikation leichter fällt. Zudem hat man ein paar Arbeitsplätze geschaffen. Und wenn die Aufklärung bis in die Dörfer verbreitet werden soll, ist viel Personal von Nöten.
Daniel:
„Hilfe durch Eigennutz!“
60% der Bevölkerung Angolas leiden an einem Mangel sauberen Trinkwassers, durch welches sie dauerhaft Krankheitserreger aufnehmen. Aus diesem Grund sterben viele Menschen an – für uns lediglich lästigen – Durchfallerkrankungen. Zur Reduzierung dieser Zahl habe ich einen Vorschlag, der auf dem Prinzip „Hilfe durch Eigennutz“ basiert.
Um die Unmengen an Wasser des Atlantischen Ozeans der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen, möchte ich Meerwasserentsalzungsanlagen an mehreren Küstenorten aufbauen, die das Salzwasser in brauchbares Trinkwasser umwandeln. Die hierfür nötige Energie soll durch Solaranlagen produziert werden, die von ausländischen Investoren gebaut werden. Im Gegenzug erhalten diese Emissionszertifikate, die sie entweder selbst verwenden oder verkaufen können.
Ebenfalls werden im Inland Solaranlagen aufgebaut, die es ermöglichen Wasser abzukochen und es so keimfrei der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Außerdem würde so ebenfalls die Landwirtschaft profitieren und der Anteil an ausländischen Nahrungsmittellieferungen könnte verringert werden.
Stefanie und Thomas:
„Lebend durch die ersten Jahre“
Die Sterblichkeitsrate angolanischer Kinder ist erschreckend hoch: jedes 4. Kind
stirbt bereits vor dem 5. Lebensjahr. Mit unserer Projektidee möchten wir den
Kindern in Angola die konkrete Verwirklichung des Kinderrechts auf Leben
ermöglichen.
Eine einfache und dennoch effiziente Methode zur Reduzierung der hohen
Kindersterblichkeit ist die dauerhafte und exklusive Verabreichung von Muttermilch,
welche seit den 1960er Jahren durch künstliche Babynahrung verdrängt wurde. So
werden nur etwa 11% der Kinder Angolas ausschließlich mit Muttermilch versorgt.
Langjährige Studien belegen, dass dies jedoch die Anfälligkeit für
Infektionskrankheiten deutlich minimiert.
Um möglichst viele Kinder in Angola zu erreichen soll im Rahmen des Projekts in die
Ausbildung und Schulung lokaler Gesundheitshelferinnen investiert werden. Diese
informieren über die gesundheitlichen Vorzüge und leisten konkrete Hilfestellungen,
wie etwa durch die Gründung von Frauengruppen, in denen Erfahrungen
ausgetauscht und weitergegen werden. Zusätzlich wird der Aufbau einer
Gesundheitsstation angestrebt, in welcher einwandfreie Muttermilch an andere
Mütter weitergegeben wird.
Diese sehr einfache Nahrungsumstellung kann etwa 13% der Kinder unter 5 Jahren
das Leben retten. Das Überleben tausender Kinder wäre damit nachhaltig gesichert.